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Schutz für Schmetterlinge

LiftLIFE helle Eifeltäler – Schutzprojekt im Kreis Euskirchen startet

Kreis Euskirchen. Bis zunächst 2027 werden grundlegende Schritte unternommen, um die Ziele der „Convention on Biological Diversity (CBD)“ zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und der nachhaltigen Nutzung ihrer Bestandteile im Kreis Euskirchen langfristig zu erreichen und die Ziele des Europäischen Schutzgebietsnetzwerkes Natura 2000 umzusetzen.

Mit Mitteln in Höhe von knapp 4,6 Millionen Euro fördern die Europäische Union, das Land Nordrhein-Westfalen und der Kreis Euskirchen die Biologische Station daher zur Umsetzung gezielter Natur- und Artenschutzmaßnahmen. Dabei konzentriert sich LIFE helle Eifeltäler auf die Erhaltung und Förderung der beiden bedrohten Tagfalter-Arten Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle) und Goldener Scheckenfalter (Euphydryas aurinia).

Die Lebensräume beider Arten werden wiederhergestellt, optimiert und vernetzt. Für den Goldenen Scheckenfalter ist eine (Wieder-)ansiedlung im Projektgebiet geplant. Mit einer großangelegten Kampagne: „Blauschillernd und golden – Juwelen der Lüfte“ wird die Öffentlichkeit informiert, eingebunden und für das Projekt, dessen Ziele und die beiden gefährdeten Arten und deren Lebensgemeinschaften begeistert.

Als Teil dieser Öffentlichkeitskampagne wurde der eigentlich schon für 2021 angesetzte Auftakt mit Rücksicht auf die von der Flut betroffene Region verschoben.

Bei einer Auftaktveranstaltung im Kulturkino von Vogelsang IP Ende Mai wird es besondere Vorträge zum Thema geben: eine Vorstellung des Projektes, eine Präsentation einer erfolgreichen Wiederansiedlung des Goldenen Scheckenfalters in Schleswig-Holstein und ein Vortrag, der sich mit der Frage auseinandersetzt, ob es sinnvoll ist, Geld in die Erhaltung einer vom Klimawandel bedrohten Art zu investieren. (red)

INFO: www.life-helle-eifeltaeler.eu, hier finden Sie auch das Programm der Veranstaltung.

Bitburger LandGänge eröffnet

Eroeffnung BitburgerLandGaenge 26042022 Meckel cSteffiWagner 44 334x240Logo der "Bitburger LandGänge". Foto: Steffi WagnerWer das Bitburger Land zu Fuß erkunden möchte, der kann zukünftig aus insgesamt 23 neuen Rundwegen, den „Bitburger LandGängen“, wählen.

Bitburg
. Die im Rahmen eines LEADER-Förderprojektes entwickelten neuen Spazier- und Wanderwege wurden in Zusammenarbeit von Verbandsgemeindeverwaltung mit der Tourist-Information Bitburger Land und 24 Ortsgemeinden entwickelt. Die 23 „Bitburger LandGänge“ haben eine Gesamtlänge von über 100 Kilometern.

Es sind kleinere Rundwege als Ergänzung zum bestehenden Wanderwegenetz. Die Wege sollen für einen kurzen Ausflug und zum spontanen Auspannen vom Alltag geeignet sein und gleichzeitig die „Besonderheiten und Sehenswürdigkeiten in der jeweiligen Gemeinde einbinden,“ so der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bitburger Land Josef Junk.

„Das heterogenes Routennetz in der Verbandsgemeinde Bitburger Land mit unterschiedlicher Wegequalität und teils fehlenden oder lückenhaften Markierungen war ausschlaggebend für die Entwicklung von neuen Spazier- und Wanderwegen im Rahmen eines einheitlichen Konzeptes,“ so Maria Arvanitis, Geschäftsführerin der Tourist-Information Bitburger Land.

Die Wander- und Spazierwege sind zwei und acht Kilometern lang. Manche Wege sind leicht begehbar, mit dem Kinderwagen und Rollator befahrbar, andere hingegen verlaufen auf naturnahen Wegen mit mittelschwerem Anspruch. Die Rundwege wurden nach den Merkmalen „Kulturerlebnis“, „Naturerlebnis“ und „Familienfreundlich“ unterteilt. Letztere sind aufgrund ihrer Streckenlänge und der geringen Steigung besonders für Senioren und Familien geeignet.

So gibt es beispielsweise in Wolsfeld die „Denkmal-Tour“, Kyllburg kann auf der „Marienschleife“ und Meckel auf der „Heldentour“ erkundet werden.

Alle „Bitburger LandGänge“ haben einen gut erreichbaren Ausgangspunkt, der mit einer Starttafel und einer Parkmöglichkeit ausgestattet ist. Zudem verfügen die Wege über ein einheitliches Markierungssystem. In der Tourist-Information Bitburger Land an der Römermauer in Bitburg ist ein kostenloser PocketGuide zu den „Bitburger LandGängen“ erhältlich. Er enthält Kurzbeschreibungen zu allen Routen sowie eine Übersichtskarte. (red)

INFO www.bitburger-landgaenge.de

Landesheimatpreis für Freilingen

Freilingen landesheimatpreisStaatssekretär Dr. Jan Heinisch (links) überreichte Simone Böhm für das Vereinskartell Freilingen den Landesheimatpreis. Mit dabei Landrat Markus Ramers (dritter von links) und weitere Vertreter des Vereinskartells. Foto: Kreisverwaltung EuskirchenBlankenheim-Freilingen. Als einer von vier Preisträgern ist Freilingen in der Gemeinde Blankenheim mit dem diesjährigen Landesheimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Hauptkategorie, die mit 7000 Euro dotiert ist, ausgezeichnet worden. Das Vereinskartell wird für das „Ökologische Dorfentwicklungskonzept“ (ÖDE) prämiert.

„Ich glaube, jetzt brauche ich erst mal ein Eieierlikörchen.“ Simone Böhm, seit 30 Jahren Vorsitzende des Vereinskartells Freilingen, strahlte und wirkte auch ein bisschen erschöpft - vor Freude und Anspannung. Denn in wenigen Minuten sollte sie aus den Händen von Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, einen der diesjährigen „Heimatpreise“ in der mit 7000 Euro Preisgeld bestückten Hauptkategorie verliehen bekommen, eine große Anerkennung für das „Ökologische Dorfentwicklungskonzept Freilingen“, kurz ÖDE, das vom  Vereinskartell initiiert worden ist.

Zur Feierstunde vor dem Bürgerhaus von Freilingen war deshalb das halbe Dorf gekommen, dazu auch Politprominenz mit Klaus Voussem, Landtagsabgeordneter der CDU, und Mitstreiter für ÖDE wie Thomas Muchow, Geschäftsführer der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, Professor Dr. Wolfgang Schumacher als Initiator des Vertragsnaturschutzes auch bei Landwirten in der Gemeinde Blankenheim und Jennifer Thelen von der Biologischen Station Euskirchen.

„ÖDE – von wegen öde!“, nahm Simone Böhm in ihrer kurzen Ansprache die Abkürzung des jetzt prämierten Entwicklungskonzeptes auf, das 2021 begonnen wurde. Sie stellte fest: „Träger der Dorfentwicklung ist nicht nur das Vereinskartell, sondern die Dorfgemeinschaft als Ganzes, verbunden durch unser ‚Wir-in-Freilingen-Gefühl‘!“

Und dann brachte sie einige Beispiele für das Engagement im Dorf, die Freilingen als Heimat lebens- und liebenswert, zugleich auch nachhaltig und bunt machen: Etwa die Aktion „Gelbes Band“, mit dem zur Ernte von den Besitzern freigegebene Obstbäume gekennzeichnet sind, oder die „Ein Quadratmeter Freude“-Blumensamentütchen für alle Freilinger Haushalte, finanziert von der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft.

Schon 6000 Teile umfasst der kostenlose Geschirrverleih „Tischlein deck dich“, im alten Transformatorenturm, „Flivöt“ genannt, wurden Fledermauskästen und Nistkästen für verschiedene Vogelarten wie Schwalben, Sperlinge oder Meisen angebracht, bei einem „Dorfrundgang“ mit Jennifer Thelen von der Biologischen Station des Kreises Euskirchen wurden Brachflächen als mögliche Blühflächen identifiziert und kartiert.

Dem Stolz und der Freude schloss sich Bürgermeisterin Jennifer Meuren an. Sie wies darauf hin, dass die Freilinger Preis-Glückssträhne nun schon drei Jahre andauert: 2020 „Golddorf“ im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, 2021 auf Kreisebene Heimatpreis-Sieger -jetzt der Landespreis. Meuren nahm das Beispieldorf als Modell fürs Grundsätzliche: „Dieses Engagement ist essentiell dafür, dass es vor Ort Heimat gibt und Heimat entsteht.“ (sli)

EXTRA
In diesem Jahr wird zum dritten Mal in Folge der „Heimatpreis des Landes Nordrhein-Westfalen“ durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung verliehen. Grundlage für die Wahl der Jury beim Ministerium sind die lokalen Heimatpreise des Vorjahres. Aus 238 Sieger-Projekten wurden vier Preisträger in der Hauptkategorie (Preisgeld jeweils 7000 Euro) ermittelt: das Vereinskartell Freilingen für das „ÖDE-Konzept“, sowie Vereine und Initiativen in Billerbeck, Bergheim und Gütersloh. Weitere drei Sonderpreise gingen unter dem Titel „Heimaten in besonderen Zeiten“, sowie „Junge Heimat“ (Preisgeld: jeweils 2000 Euro) an Vereine und Initiativen aus Billerbeck, Borchen, Essen-Rellinghausen, Kerpen-Blatzheim, Sonsbeck und Wetter (Ruhr). (sli)

Besserer Hochwasserschutz

hochwasserschutz foto andresVertreter der Erft-Anliegerkommunen, der Kreisverwaltung und des Erftverbandes schließen sich für bessere Hochwasserschutzmaßnahmen zusammen. Foto: Kreisverwaltung Euskirchen/Wolfgang AndresEifel. Die Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat gezeigt, dass das Hochwasserrisikomanagement verbessert werden muss. Von der Vorsorge, der Regional- und Bauleitplanung über die Stärkung des natürlichen Wasserrückhalts bis hin zum technischen Hochwasserschutz sind verstärkte Anstrengungen erforderlich, um das Hochwasserrisiko zu verringern.

„Dabei müssen wir großräumig denken“, sagt Achim Blindert, der Allgemeine Vertreter des Euskirchener Landrats Markus Ramers. „Hochwasser endet nicht an Stadt-, Gemeinde- oder Kreisgrenzen. Um mögliche Überflutungen zu verhindern und deren Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, müssen wir das gesamte Einzugsgebiet eines Flusses wie der Erft in den Blick nehmen.“ Daher hat der Kreis Euskirchen in den vergangenen Monaten alle Akteure des „Erft-Reviers“ von der Quelle bei Nettersheim-Holzmülheim bis nach Kerpen an einen Tisch gebracht und ein gemeinsames Vorgehen koordiniert.

In Zülpich wurde jetzt der Startschuss für eine Kooperation gegeben, die die betroffenen Kommunen, mehrere Kreise sowie den Erftverband umfasst. Bis zum Sommer soll die interkommunale Hochwasserschutzkooperation auch formell unter Dach und Fach sein.

Im Januar 2022 hatte das NRW-Umweltministerium bereits einen 10-Punkte-Arbeitsplan zur Verbesserung des Hochwasserschutzes veröffentlicht. Darin führte das Ministerium kommunale Hochwasserschutzkonzepte – möglichst auf Ebene von Flusseinzugsgebieten – als wesentlichen Beitrag zu einem kosteneffizienten und nachhaltigen Hochwasserschutz auf und förderte die Erstellung durch die Kommunen. Um den technischen Hochwasserschutz im Einzugsgebiet der Erft und seinen Nebengewässern nachhaltig zu verbessern, müssen entsprechende Schutzkonzepte aber sowohl lokale Gegebenheiten, als auch regionale Gebietseigenschaften berücksichtigen.

„Nur wenn die Hochwassersituation ganzheitlich, das heißt kleinräumig auf kommunaler Ebene bis hin zur großräumigen Betrachtung des Einzugsgebietes, beurteilt wird, kann das Schutzniveau nachhaltig, wirkungsvoll und kosteneffizient verbessert werden. Dabei ist es zwingend erforderlich, dass die Wirkung der geplanten Schutzmaßnahmen aufeinander abgestimmt wird“, so Dr. Bernd Bucher, Vorstand des Erftverbandes.

Auf dieser Grundlage haben die von der Hochwasserkatastrophe stark betroffenen Kommunen im südlichen und mittleren Erft-Einzugsgebiet gemeinsam mit den Kreisen und dem Erftverband eine Kooperationsvereinbarung zum Interkommunalen Hochwasserschutz initiiert. Ziel dieser Kooperation ist es, das Hochwasserrisiko durch die interkommunale Abstimmung und Entwicklung von Schutzmaßnahmen in allen Kommunen zu reduzieren.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Kooperation ist die unmittelbare Einbindung der Bürgerschaft. So sollen gemeinsam vergangene Hochwasserereignisse aufgearbeitet, zusätzliche Erkenntnisse gewonnen und durch die abgestimmte Identifizierung ortskonkreter Schutzmaßnahmen und überörtlich wirkender Rückhaltemaßnahmen ein interkommunales Hochwasserschutzkonzept über die nächsten drei Jahre entwickelt werden. Die Einbindung von Starkregenkonzepten einzelner Kommunen in das Gesamtkonzept ist dabei vorgesehen.

Derzeit laufen die ersten gemeinsamen Arbeitstermine innerhalb der Teilprojekte der Hochwasserschutzkooperation, die nach den Gewässern im Einzugsgebiet der Erft bis Kerpen gegliedert sind. „Dabei wurde bereits deutlich, dass eine Verbesserung des Hochwasserschutzes nur durch die Einbindung aller Beteiligten erzielt werden kann“, so Achim Blindert. (red)

Umfrage: Betriebe erwarten Hilfen

                                    Die Akteure der IHKs Aachen, Koblenz und Trier sowie der Eifel Tourismus GmbH bei der Präsentation der Ergebnisse. Foto: Eifel Tourismus GmbH/Petra Grebe Eifel. Der Tourismus als Leitbranche der gesamten Eifelregion steht vor wachsenden Herausforderungen, verstärkt durch die Pandemie und die Flutschäden des vergangenen Sommers. Die mittelständischen Leistungsträger in Gastronomie und Freizeitwirtschaft waren stärker als viele andere Wirtschaftszweige von teils gravierenden Problemen betroffen. Das stellte Aloysius Söhngen, Aufsichtsratsvorsitzender der Eifel Tourismus GmbH, bei der Präsentation der Ergebnisse einer Umfrage zur Situation der Tourismusbetriebe in der Eifel fest.

Die Auswertung zeige, dass die Stimmungslage unter den Betrieben aktuell noch gedämpft ist, die Betriebe aber mittel- und langfristig eine positive Entwicklung sähen. Insbesondere die Privat- und Ferienunterkünfte sowie Campingplätze blickten vergleichsweise optimistisch in die nächsten ein bis zwei Jahre. Die größte Herausforderung sehen sie in den steigenden Betriebskosten und dem Fach- und Arbeitskräftemangel.

„Der Unterstützung der Betriebe, geeignete Mitarbeiter zu finden messen wir eine hohe Bedeutung bei. Wir beraten die Unternehmen in persönlichen Gesprächen; unterstützen sie bei der Gewinnung von ausländischen Fachkräften über die IHK Welcome Center und bieten speziell für das Hotel- und Gaststättengewerbe konkrete Projekte an. Hierzu zählt beispielsweise das regionale Ausbildungskonzept HOGANEXT sowie die Fachkräfteinitiative Working-Family“, so Anne Morbach von der IHK Trier.

Der Unterstützungsbedarf variiert stark nach Betriebstyp. Auffällig dabei: Hotelbetriebe und Freizeiteinrichtungen haben generell größeres Interesse an Schulungs-/Weiterbildungsangeboten, während Privat- und Ferienunterkünfte kaum einen Bedarf an entsprechenden Angeboten äußern.

Bereiche, in denen insgesamt die größte Unterstützung benötigt wird, sind Marketing und Krisenmanagement. Die konkreten Fördermaßnahmen der Bundesländer sind den LeistungsträgerInnen in der Eifel noch weitestgehend unbekannt – in der Hotellerie und Gastronomie ist die Bekanntheit der Programme noch am größten.

Die Pandemie habe das Bewusstsein der Politik für Förderung in den Branchen Tourismus und Gastgewerbe geschärft. So gebe es insbesondere in den Bereichen „Digitalisierung” und „Nachhaltigkeit” mehr Förderungen, „die es nun gemeinsam gilt, bei den Betrieben bekannter zu machen“, so Philipp Piecha von der IHK Aachen. Weiterbildungsmaßnahmen in digitaler Form sind besonders gefragt. Die befragten AkteurInnen in der Eifel sehen hier klare Vorteile durch günstige Kosten, Flexibilität und einfache technische Nutzung. Trotzdem werden derartige Angebote bisher sehr selten genutzt.

Aktuell stehen Onlineangebote und neue Impulse rund um das omnipräsente Thema Mitarbeiter bei den Gastronomen hoch im Kurs. Eine aktuell laufende 9-teilige HOGANEXT Webinarreihe verzeichnet mehr als 800 Anmeldungen. „Diese hohe Zahl verdeutlicht gleichzeitig den enormen Druck, der auf zahlreichen Betrieben in Puncto Personal lastet“, erläuterte Christian Dübner von der IHK Koblenz. Zudem werde die erfolgreiche Arbeit bei der E-Learning-Plattform eifel.teejit fortgesetzt und auf alle Branchen in der Eifel ausgeweitet.

Die Urlauber kommen in die Eifel, um hier die Natur zu genießen. Wandern und Rad fahren zählen dabei zu beliebten Aktivitäten bei allen Gästen. Dafür muss die Infrastruktur stimmen. „Wir investieren in der Eifel viel in gut ausgebaute Rad- und Wanderwege. Mein Dank gilt allen ehrenamtlichen Kräften aber auch den Kommunen, die dafür sorgen, dass die Wege kontrolliert und eventuelle Schäden schnellstmöglich beseitig werden“, hob Aloys Söhngen, Aufsichtsratsvorsitzender Eifel Tourismus GmbH, das Engagement der Ehrenamtler hervor. (red)

INFO: Mit den Industrie- und Handelskammern Aachen, Koblenz und Trier startete die Eifel Tourismus GmbH (ET) eine Umfrage in der Region Eifel. Das Ziel der Befragung sind fundierte und praxisnahe Erkenntnisse, welche Hilfestellungen von den Tourismusorganisationen, den Industrie- und Handelskammern, dem DEHOGA und den touristischen Verbänden erwartet werden. Die Befragung und Analyse der Ergebnisse erfolgten durch das tourismuswissenschaftliche Institut dwif.

Baubeginn am Ulmener Stollenprojekt

ulmen stollen 1Bauleiter Alexander Droste erklärt, welche Maßnahmen an und im Stollen vorgenommen werden.Ulmen. Mitte März begannen mit einem symbolischen Spatenstich die Arbeiten eines besonderen Projektes: Für die Baumaßnahmen am Ulmener Stollen, der für die touristische Nutzung geöffnet werden soll und das Ulmener Maar mit dem Jungferweiher verbindet, ist der Startschuss gefallen.

Bis dorthin war es ein langer Weg: 2012 gab die geotechnische Stellungnahme des Geologiedirektors Ansgar Wehinger den Ausschlag für die Idee zur Stollenöffnung. Darin hieß es unter anderem: „Die untertägige Verbindung von zwei Maaren über einen Stollen stellt sowohl aus geologischer Sicht, als auch aus kulturhistorischer Sicht ein einzigartiges Ensemble dar.”

Über die folgenden Jahre wurden verschiedene Konzepte und Fördermöglichkeiten durchdacht und eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Das erfreuliche Ergebnis: Der Stollen kann mit entsprechenden Sicherungsmaßnahmen für die Öffentlichkeit begehbar gemacht werden! Im Oktober 2020 folgte dann die Förderzusage über rund 1,3 Millionen Euro, in denen auch weitere Einzelprojekte aus dem Ulmener Tourismuskonzept inkludiert sind.
 
Mit dem Spatenstich können nun die umfangreichen Bauarbeiten beginnen. Grundsätzlich ist das Ziel, möglichst wenig bauliche Veränderungen am Stollen vorzunehmen, um die einzigartige Atmosphäre und den Charakter des untertätigen Stollens bestmöglich zu erhalten. Gleichzeitig muss jedoch die ausreichende Sicherheit garantiert werden, damit Touristen den Stollen selbstständig und ohne Führer erleben können. Es ist eine Bauzeit von sieben Monaten vorgesehen. Im Herbst soll die Maßnahme vollständig abgeschlossen sein.

Neben der Öffnung des Stollens investiert die Stadt Ulmen in weitere touristische Maßnahmen. So soll bis Mitte des Jahres ein digitaler Gästeführer fertiggestellt werden, der an sogenannten PickPoints auf Sehenswürdigkeiten hinweist und dem Besucher spannende Geschichten über den Ort, seine Besonderheiten und Wissenswertes aufzeigt. Bei allen Projekten steht die Barrierefreiheit im Vordergrund. (red)

ulmen stollen 2Spatenstich am Ulmener Stollen Bauleiter, Vertreter der Verwaltung und Projektverantwortliche gaben den Startschuss zum Baubeginn. Fotos: GesundLand Vulkaneifel und GesundLand Vulkaneifel/D. Ketz