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VulkaMaar-Pfad ist der Schönste im Land

windsborner krater 2Der "Windsborner Kratersee", einer der landschaftlichen Höhepunkte des "VulkaMaar-Pfads". Der 27 Kilometer lange Rundweg wurde gerade zu "Deutschlands schönstem Wanderweg 2021" bei den Mehrtagestouren gewählt. Eifel. Das war deutlich: Mit mehr als 25 Prozent der abgegebenen Stimmen bei einem Online-Voting ist der VulkaMaar-Pfad unter zehn nominierten Mittelgebirgswanderwegen zu „Deutschlands schönstem Wanderweg 2021“ bei den Mehrtagestouren gewählt worden. Damit ist die rheinland-pfälzische Eifel als Wanderregion bei den Leserinnen und Lesern des den Preis ausschreibenden „Wandermagazins“ erneut ganz vorne gelandet.

Ein Rotmilann, der Wappenvogel der Vulkaneifel, kreiste über der schwarz leuchtenden Lavawand des einstigen Vulkankessels Mosenberg nahe Manderscheid, wo die Verbandsgemeinde Wittlich-Land einen größeren Bildungsparcours zum Thema Vulkanismus in der Eifel aufgebaut hat. Der Vulkanismus und die Maare – das seien schließlich „unsere touristischen Alleinstellungsmerkmale“, so Fritz Kohl, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde. Wie wahr das ist, hat die Region innerhalb des „Gesundlands Vulkaneifel“ nun einmal mehr schriftlich.

stefan lieser vulkamaar pfad dsw 18082021 kleinerFreuten sich über die Auszeichnung des „VulkaMaar-Pfads“ als „Deutschlands schönster Wanderweg 2021“: Gesundland Vulkaneifel-Geschäftsführerin Vera Mertens und Fritz Kohl, 1. Beigeordneter der Verbandsgemeinde Wittlich-Land. Wandermagazin Chefredakteur Thorsten Hoyer (rechts) und „Wandermeister“ Manuel Andrack gratulierten. Denn bei der Wahl zu „Deutschlands schönstem Wanderweg 2021“ des in Bonn erscheinenden Wandermagazins wurde der 27 Kilometer lange „VulkaMaar-Pfad“, einer der „Vulkanpfade“ durch die Region, mit deutlichem Abstand unter zehn nominierten Mittelgebirgswanderungen zum Sieger gewählt. Von 20.890 abgegebenen Stimmen – Online und über Wahlkarten – entfielen in der Rubrik der „Mehrtageswanderungen“ 5398 auf die abwechslungsreiche 2-Tage-Tour zwischen den Manderscheider Doppelburgen, dem Liesertal, dem Windsborner Kratersee, dem Meerfelder Maar und dem Tal der Kleinen Kyll.

Auch dieser prämierte Weg liegt in der rheinland-pfälzischen Eifel. 

Die Route führt auch über den Mosenberg – und da das veranstaltende Wandermagazin beginnend mit diesem Jahr die Preisverleihung an einer Örtlichkeit entlang des „Siegerweges“ vornehmen will, war klar, wer sich berechtigte Hoffnungen machen konnte.

25,84 Prozent aller Stimmen, das war am Ende deutlich, denn der zweitplatzierte „Lahnwanderweg“, ein Fernwanderweg über 242 Kilometer mit 19 Etappen, kam nur auf 17,94 Prozent der Stimmen. Den dritten Platz sicherten sich die Veranstalter der „Murgleiter“ (110 Kilometer) im Nordschwarzwald.

Die nominierten Wege hatte eine Jury mit Chefredakteur Thorsten Hoyer, Michael Sänger (Herausgeber des Wandermagazins), Manuel Andrack, und erstmals einem Wanderblogger, Jörg Thamer, ausgewählt. Insgesamt hatten 39.390 Wanderfreunde zwischen dem 3. Januar und dem 30. Juni an der Abstimmung auch zu den beliebtesten Tagestouren teilgenommen, deren Gewinner aus 15 teilnehmenden Wegevarianten in ganz Deutschland am morgigen Donnerstag bekannt gegeben wird. Sie gaben in beiden Kategorien 54.878 Stimmen ab. Ein neuer klarer Teilnahmerekord, so die Redaktion des Wandermagazins. Und ein Indiz für den – gerade auch im „Corona-Jahr 2020“ – anhaltenden Trend zum Wandern in den deutschen Mittelgebirgen.

Für Manuel Andrack, der die Siegerproklamation moderierte, ist der 1. Platz für den „VulkaMaar-Pfad“ dabei kein Wunder. Er sei seit 20 Jahren immer wieder in der Region und habe sich schlicht „in die Eifel verliebt“, so der „Wandermeister“, wie er sich selbst bezeichnet.

stefan lieser vulkamaar pfad dsw 18082021 2 kleinerWürde "9,5 von 10 möglichen Punkten für die Eifel vergeben, 10 vergebe ich aber nie!" Chefredakteur Thorsten Hoyer (rechts mit Manuel Andrack) ist von der Eifel begeistert. Vera Mertens, Geschäftsführerin des Gesundland Vulkaneifell, und Fritz Kohl nahmen schließlich die Siegerurkunde und einen kleinen Holzpokal von Chefredakteur Thorsten Hoyer entgegen. Für Hoyer nicht das erste Mal, dass die beste Platzierung des seit 2004 ausgeschriebenen Wettbewerbs in die rheinland-pfälzische Eifel geht (siehe INFO): „Die Eifel hat sich als Wanderregion in den letzten Jahren einfach immer weiter und besser entwickelt. Man hat sich auf den Erfolgen nicht ausgeruht! Stattdessen hat man ständig an der Qualität weitergearbeitet. Die erneute Auszeichnung ist der Lohn für die Mühen.“

Im Anschluss machten sich Preisträger und Gäste auf eine kurze Schleife des ausgezeichneten Wanderweges, der mit 870 Höhenmetern „schon knackig“ sei, so Vera Mertens. Wer neugierig geworden ist, sei gerade jetzt nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen der Eifel willkommen, betonte Manuel Andrack: „Die touristischen Betriebe sind offen und brauchen Gäste. Das hat nichts mit Katastrophentourismus zu tun!“ (sli)

INFO
Seit 2008 waren Routen aus der Eifel immer wieder unter den Preisträgern oder den Top-3 von „Deutschlands schönsten Wanderwegen“, ob bei den Tages-Kurztouren (Kategorie TT) oder den Mehrtagesstrecken (MT). Die ausgezeichneten Eifel-Wege befinden sich meist in der rheinland-pfälzischen Eifel im Landkreis Vulkaneifel oder in der Osteifel:
2020: Manderscheider Burgenstieg (TT, 3. Platz)
2019: Ahrsteig (MT, 2. Platz), Wilde Endert (TT, 1. Platz)
2018: Lieserpfad (MT, 2. Platz)
2015: Eifelsteig (MT, 1. Platz), Traumpfad Pyrmonter Felsenweg (TT, 1. Platz)
2013: Traumpfad Elzer Burgpanorama (TT, 1. Platz)
2011: Traumpfad Monrealer Ritterschlag (TT, 1. Platz)
2008: Traumpfad Virneburg Weg (TT, 1. Platz)